Neulich, als ich auf der Feierstunde zur Zeugnisübergabe der Azubis war

Düsseldorf. Plenarsaal der Bezirksregierung. Die Auszubildenden haben es geschafft. Phi mal Daumen 30 junge Menschen erhalten ihre Abschlussurkunden und dürfen sich nun Vermessungstechniker oder Geomatiker nennen. Ich sitze in einer der letzten Reihen, beobachte das Händeschütteln, höre die Dankes- und Grußreden und versuche mich zu erinnern, wie es 1994 war.
Am 20.01.1994 bekam ich mein Prüfungszeugnis in Münster überreicht. Und ehrlich gesagt, ich habe keine Erinnerungen mehr an die Zeremonie. Vielleicht gab es auch keine große Feierlichkeit. Ach, ich weiß es nicht mehr.

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Sachgeschichte: Satellitenbau

Da das Einbetten aus der ARD Mediathek aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, hier vorweg der Link: Die Sendung mit der Maus vom 12.01.2020

Jeder von uns kennt die Lach- und Sachgeschichten mit der Maus. In dieser Folge erklärt uns die Maus wie Satelliten funktionieren und die Bilder zur Erde kommen. Toulouse und Friedrichshafen sind die Drehorte. Es geht also um die ESA und die Sentinel Satelliten.

Die Weltraumkamera dafür wird in einem super-sauberen „Reinraum“ in Frankreich gebaut. Hier darf kein Staubkorn rein! Das gilt auch bei der Satelliten-Montage am Bodensee: Er muss die perfekte Umgebung für die Kamera bieten – mit eigener Heizung und Hitzeschutz, einem GPS-System, mit Solar-Paneelen für die Stromversorgung; auch hochempfindliche Sternenkameras und ein eigenes Antriebssystem sind an Bord. Bevor der Satellit ins All starten kann, muss er noch fest durchgerüttelt werden – so wird der Start simuliert. Funktioniert nach dem Rütteltest noch jedes einzelne Bauteil, wie es soll? Dann kann die Weltraumreise losgehen… Das Maus-Team (Regie: Jan Marschner) hat für die extralange Sachgeschichte in Toulouse (Frankreich), Friedrichshafen und Darmstadt (Deutschland) sowie in Noordwijk (Niederlande) gedreht.

Jetzt weiß ich auch, warum die Kamera eine Heizung braucht.

Link:
WDR Seite
WDR Maus

Data mining und die Deutsche Bahn

Seit Anfang 2019 hat David jeden einzelnen Halt jeder einzelnen Zugfahrt auf jedem einzelnen Fernbahnhof in ganz Deutschland systematisch gespeichert. Inklusive Verspätungen und allem drum und dran. Und die werden wir in einem bunten Vortrag erforschen und endlich mal wieder ein bisschen Spaß mit Daten haben. (aus der Einleitung zum Vortrag) Wer in Köln in […]

Auch das ist GIS: Alle Wege führen nach Rom, oder?!

„Alle Wege führen nach Rom“, dieses Sprichwort kennt sicherlich jeder. Wie und woher es stammt, kann im Internet nachgelesen werden, beispielsweise hier. Auf den Ursprung dieser Redewendung möchte ich auch nicht weiter eingehen, auf die grafische Visualisierung schon. Denn die ist viel spannender. Über einen Link bin ich auf die Seite von moovellab.com gestoßen, einem Projekt junger Stuttgarter Designer, die versucht haben, diese Redewendung ansprechend zu visualisieren.
Auf der Grundlage von Open Street Map Daten haben sie knapp 500000 Startpunkte definiert und von diesen die schnellste Route nach Rom berechnet. Je häufiger bei der Analyse die gleiche Straße detektiert wurde wird, desto dicker erscheint sie in der Grafik.Weiterlesen »

20 Jahre IKONOS

Als ich die ersten hochaufgelösten Bilder des IKONOS Satellitensystems sah, kam mir spontan der Film Staatsfeind Nr. 1 mit Denzil Washington in den Sinn. Es gibt da so eine Sequenz, in der die Flucht Washingtons mit einem Spionagesatelliten verfolgt wird und auf dessen Aufnahmen man sehr deutlich Gebäudeumringe und Fahrzeuge erkennt. Das war Ende der 1990er Jahre.

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GDEM – Version 3

Es ist heutzutage ziemlich einfach, Satellitenbilddaten von jedem Ort der Erdoberfläche über das Internet zu bekommen. Open data gibt es – nahezu – wie Sand am Meer, siehe meine Linkliste, und damit sind schnell visuelle Übersichten von, ich sag mal, der Wüste Gobi zusammenstellen.
Soweit, so gut. Möchte man seine Satellitenbilder auf der Erdoberfläche verorten und richtig darstellen, braucht es noch weitere Datensätze. Eine Referenzgrundlage wie scannte Karten zum Beispiel, oder Passpunkte, um die Bilddaten zu georeferenzieren, und einen Höhendatensatz, um die Bilddaten zu orthokorrigieren. Letzteres ist notwendig, um Verzerrungen aus den Bilddaten herauszurechnen.
Nun kann man Orthobilder direkt out-of-the-box vom Anbieter verwenden, manchmal ist es aber notwendig, den Prozess der Orthokorrektur selbst vorzunehmen. Vor Jahren benötigte man dazu noch Spezialsoftware wie ERDAS Imagine oder die Intergraph Image Station oder OrthoPro von PCI, heute liefert jedes GIS ein solches Werkzeug direkt mit.
Doch woher nehme ich Höhendaten?

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Cat content

Machine learning ist ja der neue heisse Tec-Math-Science Scheiss. Auch ich habe schon einige Vorträge zu diesem Thema hören dürfen; manche habe ich verstanden, manche nicht.Einfach gesagt geht es bei machine learning darum, … ach, wofür habe ich das Video von Ben Hamm verlinkt. Sieh‘ selbst, erklärt wird machine learning hier anhand des Praxisbeispiels Katzenklappe.

Fernstudium Geoinformatik

Wer diesen Blog ein bisschen intensiver verfolgt weiß, dass auch ich beMastered wurde. 2010 begann ich mein Fernstudium, 2013 habe ich es erfolgreich mit dem Master of science abgeschlossen. Die UNIGIS Tasse schmückt seither meinen Schreibtisch.
Wer sich mit dem Fernstudiumangebot im Bereich der Geoinformation auskennt, merkte beim Lesen des letzten Satzes, dass ich in Salzburg mein Studium absolviert habe. Richtig, UNIGIS ist das Codewort.

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Earth from satellites

Earth from satellites…

….nennt sich der Instagram Account eines französischen Geographiestundenten. Jeden Tag schickt er ein Satellitenbild in die Welt der Bilder und Influencer (also Instagram). Das ist sehr schön anzusehen, daher folge ich ihm seit einigen Tagen und kann nur empfehlen, es ebenso zu tun.

Link:
earth from satellites

Hashtag betterposter

#betterposter
Vor einigen Tagen stolperte ich auf Twitter über diesen Hashtag. Neugierig wie ich bin – und auch weil ich gerade wieder an einem Präsentationsposter sitze – folgte ich dem Link und klickte mich durch die Tweets.
Denn kennen wir das nicht alle: im jährlichen Turnus muss dieses oder jenes Poster aktualisiert oder angepasst werden. Bei mir ist das so. Und dann überlege ich sehr oft, ob ich nicht gleich das Layout anpassen soll. Es zeitgemäßer gestalten, die Abbildungen auszutauschen. Die Datei ist ja eh geöffnet.

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