gvSIG

Ein Blogbeitrag über freie und open source GIS Software.
Sicherlich ist den Meisten das sehr beliebte qgis ein Begriff. qgis, oder Quantum-GIS, wie es in den Anfängertagen noch genannt wurde, steht seit 2002 kostenfrei als Download zur Verfügung. Es basiert auf den Qt-Bibliotheken und hast sich im Laufe der Zeit zum Platzhirsch unter den frei verfügbaren Geographischen Informationssystemen gemausert. Die aufgeräumte und intuitive Benutzung der Oberfläche, die Ähnlichkeit seiner Menüstruktur und des Datenhandlings zu ArcGIS haben dazu genauso beigetragen wie die eifrige und schlaue qgis Community, die schnell auf neue Entwicklungen reagiert, zu aktuellen Datenformaten zügig Schnittstellen programmiert und so die Software auf der Höhe der Zeit bleiben lässt.
Es ist müßig, über qgis zu schreiben, im Netz existieren hunderte von Blogs, die sich mit qgis beschäftigen und Tutorials anbieten. qgis kann man hier downloaden und eine Nutzung kann ich nur sehr empfehlen:

Download qgis

Ich möchte in diesem Beitrag über ein anderes freies GIS berichten, das vielleicht weniger bekannt ist, mir aber während meines Fernstudiums viel Spaß bereitet hat. Es nennt sich gvSIG und stammt aus Spanien. Genauer gesagt aus Valencia, wo es 2003 (damit ist es genauso alt wie qgis) über eine Ausschreibung des Amt für Infrastruktur und Transport (CIT) entwickelt wurde. Damals suchte die Behörde eine Software zur Verarbeitung von geographischen Daten, das Unternehmen Iver gewann die Ausschreibung und entwickelte, in Zusammenarbeit mit der städtischen Regierung und der Universität Jaume I in Castellón de la Plana, den Prototyp von gvSIG. Der Name gvSIG kommt dabei nicht von ungefähr, er steht für Generalitat Valencia Sistema de Información Geográfica.
gvSIg basiert auf Java, und steht genauso wie qgis für LINUX als auch für Windows und MAC OS Rechner zur Verfügung. Gedownloadet werden kann gv SIG unter folgendem Link:

Download gvSIG

Wie erwähnt, ich lernte gvSIG während meines Fernstudiums kennen. Da ich seitdem beruflich mit ArcGIS und GeoMedia zu tun hatte und habe, war ich in meiner Freizeit nicht bereit, mich auch dann noch mit GIS Software zu beschäftigen. Die Entwicklungen der beiden Software habe ich somit nur aus der Ferne und nicht am eigenen Rechner verfolgt.
Erst letzte Tage bin ich hinsichtlich gvSIG wieder ein bisschen mehr neugierig geworden. Las ich doch über einen Blogbeitrag, in dem ein GIS Workshop vorgestellt wurde, der auf gvSIG basiert. Oh, Software, plus Tutorials plus Beispieldatensätze zum Erlernen von GIS, sowas ist nie schlecht und immer eine Beachtung wert. Gerade auch, wenn man öfter mit Praktikanten zu tun hat, für die man eine kleine Aufgabe benötigt oder die man einfach an das Themenfeld GIS heranführen möchte.
So möchte auf den gvSIG Kurs Learn GIS aufmerksam machen, der in 10 Modulen eine Einführung in die Welt der GIS gibt. Ich selber habe ihn mir noch nicht näher angeschaut, aber wenn ich Zeit und Gelegenheit finde, werde ich das definitiv tun. Auch, weil ich in den weiterführenden Links der Webseite einen anderen Kurs entdeckt habe, der nicht minder interessant klingt: Crime mapping with gvSIG.
Die Kurse finden sich hier:

Learn GIS
Crime mapping

Beide Softwaren sind übrigens Teil des OSGeo Projektes.

Links:
qgis
gvSIG
OSGeo

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